Geschlechtergleichstellung

Wo liegen die Ursachen häuslicher Gewalt?

Im Jahr 2015 initiierte Bogna Grażyna Jaroslawski das Projekt Pink Silence in Auroville und Pondicherry in Indien. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Auroville Institute of Applied Technology, Village Action, dem Bamboo Center Auroville, dem Tourismusministerium von Pondicherry, dem International Yoga Festival und dem Unity Pavilion Auroville.
Vor Ort etwas in Bewegung setzen

Ansatz und Zusammenarbeit

Das Projekt nutzte kollektives Arbeiten, um das Tabu von Gewalt gegen Frauen und Kindern sichtbar zu machen und zur Sprache zu bringen. Studierende des AIAT und Frauen aus den Village Action Gruppen entwickelten gemeinsam eine großformatige Installation aus 365 rosa Bambusstäben, von denen jeder eine anonyme Botschaft auf Tamil oder Englisch trug.
Rund 200 Menschen waren an diesem Prozess beteiligt, viele von ihnen aus ländlichen Dalit Gemeinschaften. Die Arbeit wurde später in Indien und Deutschland gezeigt. Im öffentlichen Raum wurde die Installation zu einem Ort der Sichtbarkeit und des Stolzes. Sie stärkte das Selbstvertrauen der Beteiligten und ihr Gefühl, selbst etwas bewirken zu können.
Bildung für Veränderung

Nächste Schritte in der Gemeinschaft

Das Projekt wurde in mehreren ländlichen Gebieten sowie an öffentlichen Orten in Auroville und Pondicherry gezeigt. Jede Präsentation der Installation wurde von kleineren Gesprächsrunden begleitet, in denen Menschen persönliche Erfahrungen zu dem Thema in einem geschützten und unterstützenden Rahmen miteinander teilen konnten. So entstand ein Raum, in dem nicht nur Sichtbarkeit geschaffen wurde, sondern auch Austausch, gegenseitige Stärkung und erste Schritte in Richtung Veränderung möglich wurden.
Happening at Village Action Irumbai / Auroville AIAT Campus
Inspiration für neue Wege

Begegnung mit der Gulabi Gang

Gulabi Gang | Nishta Jain
Das Projekt war auch vom Leben in Uttar Pradesh im Norden Indiens und von der Gulabi Gang inspiriert, einer der ersten feministischen Bewegungen der Region. Die Frauen tragen rosa Saris, um Sichtbarkeit zu schaffen, Solidarität zu zeigen und öffentlich gegen häusliche Gewalt einzutreten. Pink Silence knüpft an diese Kraft kollektiver Präsenz an und übersetzt sie in eine soziale Skulptur, die gesellschaftliche Veränderung anstoßen will.
SDG-Ziele 5, 3 und 16

Geschlechtergleichstellung, Gesundheit und Wohlergehen, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Die Installation macht geschlechtsspezifische Gewalt im öffentlichen Raum sichtbar, indem sie Bambusstäbe mit anonymen Botschaften gegen Gewalt einsetzt. Sie lädt dazu ein, über ein oft tabuisiertes Thema nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dadurch stärkt das Projekt das Bewusstsein, schafft Raum für emotionalen Ausdruck und fördert Sichtbarkeit, Teilhabe und kollektive Selbstermächtigung.
SDGs Sustainable Goals

UNSERE WIRKUNG

365
Pinke Stäbe
200 +
Lokale TeilnehmerInnen
6
Ausstellungen
9
Partnerschaften
Medienarbeit

TEDx

The Transformative Powers of Social Sculpture
Gestalte mit uns Veränderung durch Kunst

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